In einer Welt, in der Zeit nicht mehr allen gleich gehört, sondern individuell gewählt wird, erzählt Celestina Morvaux von Menschen, die versuchen, in einer fragmentierten Gegenwart zusammenzufinden. "Meine Zeit gehört mir" ist eine literarische Erkundung unserer nahen Zukunft – eine Sammlung eindringlicher Geschichten über Liebe, Arbeit und Identität in einer Gesellschaft, die das letzte gemeinsame Band zerschnitten hat: die geteilte Zeit. In dieser nicht allzu fernen Zukunft leben Menschen in personalisierten Zeitzonen. Während die eine Person ihren Dienstagabend erlebt, wacht ihr Partner bereits an einem Donnerstagmorgen auf – zweitausend Kilometer und zweiundsiebzig Stunden voneinander entfernt. Was als Versprechen von Freiheit und individueller Optimierung begann, hat eine Gesellschaft geschaffen, in der selbst die intimsten Beziehungen durch unsichtbare zeitliche Mauern getrennt werden. Morvaux zeichnet mit präziser Beobachtungsgabe und poetischer Sprache Porträts von Menschen, die in dieser neuen Realität navigieren müssen. Ihre Protagonisten ringen mit Fragen, die zugleich alltäglich und existenziell sind: Wie liebt man jemanden, dessen Gegenwart niemals die eigene ist? Was bedeutet Gemeinschaft, wenn jeder in seiner eigenen Zeitblase lebt? Und welchen Preis zahlen wir für eine Freiheit, die uns isoliert? Die Autorin verbindet in ihren Erzählungen Science-Fiction-Elemente mit tiefgreifender psychologischer Einfühlung. Ihre Welt ist detailliert ausgearbeitet und erschreckend plausibel – von den kommerziellen Zeitzonen-Tarifen über die kleinen Rituale digitaler Begegnungen bis zu den gesellschaftlichen Verwerfungen einer zeitlich gespaltenen Welt.
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Meine Zeit gehört mir: Geschichten aus einer fragmentierten Gegenwart
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