Im Zentrum steht die elterliche Perspektive auf Beziehungserfahrungen im Kontext institutioneller Macht. Auf der Grundlage narrativer Interviews werden diese Erfahrungen narrationsanalytisch rekonstruiert und in ihrer Bedeutung für Beziehung, Bindung und Machtverhältnisse untersucht.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Qualität der professionellen Beziehung entscheidend dafür ist, ob Vertrauen entstehen kann, Kooperation gelingt und Eltern sich ernst genommen fühlen. Zugleich wird sichtbar, wie institutionelle Rahmenbedingungen, professionelle Haltung und fachliche Kompetenz das Beziehungsgeschehen prägen.
Die Studie leistet einen Beitrag zur Adressat:innenforschung in der Kinder- und Jugendhilfe und eröffnet neue Perspektiven für eine reflexive, beziehungsorientierte und bindungssensible Praxis im Kinderschutz.