Kabale und Liebe ist ein bürgerliches Trauerspiel, in dem die Liebe zwischen dem Majorensohn Ferdinand von Walter und der Musikerstochter Luise Miller im Netz höfischer Intrigen zerbricht. Schiller verbindet straff gebaute Szenen, antithetische Dialoge und pathetische Prosa zu einem politisch-moralischen Sittenbild des späten 18. Jahrhunderts. Mechanismen von Standesdünkel, Amtswillkür und manipulativem Reden werden exemplarisch an Präsident von Walter, seinem Sekretär Wurm und der ambivalenten Lady Milford vorgeführt. Zwischen Sturm-und-Drang-Emphase und aufklärerischer Kritik entfaltet das Drama eine Psychologie der Gefühle und zeigt, wie privates Band unter der Logik der Macht reißt. Schiller (1759–1805), in Marbach geboren, als Militärarzt an der Karlsschule diszipliniert und vom Hof Karl Eugens gegängelt, gewann frühe Theaterpraxis am Mannheimer Nationaltheater. Erfahrungen von Zensur, Hofklientelismus und sozialen Barrieren, sein Interesse an Freiheit und Würde sowie die Lektüre Lessings prägten die Entstehung des 1784 uraufgeführten Stücks. Aus biografischer Nähe zur Hofgesellschaft formt er eine ästhetisch zugespitzte Anklage gegen die Allianz von Liebe, Gewalt und Politik. Empfohlen sei dieses Drama allen, die analytisch scharfe Studien von Macht, Klasse und Emotion suchen: Studierende, Theaterleute und politisch Interessierte. Kabale und Liebe bietet eine sprachlich dichte, szenisch präzise und bis heute aktuelle Untersuchung der Zerreißproben privater Integrität im Angesicht öffentlicher Zwänge. Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar – destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.
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Kabale und Liebe (Zusammengefasste Ausgabe): Bereicherte Ausgabe. Bürgerliches Trauerspiel über Standeskonflikt, Hofintrige und die Zerreißprobe privater Integrität im absolutistischen 18. Jahrhundert
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