Der transatlantische Sklavenhandel war keine historische Randnotiz, sondern das wirtschaftliche Fundament europäischer Kolonialreiche und amerikanischer Plantagenökonomien. Dieses Buch untersucht systematisch, wie Millionen Menschen aus Afrika verschleppt, ihre Identitäten ausgelöscht und ihre Arbeitskraft ausgebeutet wurden—und wie diese Strukturen heutige globale Ungleichheiten mitbegründeten. Auf Basis von Schiffsmanifesten, Plantagenbüchern, Sklavenerzählungen, Gerichtsdokumenten und archäologischen Befunden zu Wohnquartieren versklavter Menschen rekonstruiert die Darstellung die Mechanik des Systems: Wer profitierte? Welche Institutionen legitimierten Versklavung? Wie organisierten Versklavte Widerstand—von Alltagssabotage über Flucht bis zu organisierten Aufständen? Die Narrative folgen dokumentierten Einzelschicksalen und Familienlinien über Generationen. Das Buch zeigt die wirtschaftliche Dimension: Versicherungsgesellschaften, Banken, Manufakturen basierten auf Sklavenarbeit. Es beleuchtet ideologische Rechtfertigungen—pseudowissenschaftliche Rassentheorien, religiöse Argumentationen—und deren Widerlegung durch Abolitionisten. Zentral steht die Perspektive Versklavter: ihre Strategien zum Erhalt kultureller Praktiken, Familienbindungen unter unmenschlichen Bedingungen, psychologische Folgen von Gewalt und Entwurzelung. Es verfolgt langfristige Auswirkungen: struktureller Rassismus, Vermögensungleichheit, intergenerationales Trauma—und macht verständlich, warum Aufarbeitung keine abgeschlossene historische Aufgabe ist.
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Menschenhandel und Familienzerstörung über drei Kontinente: Transatlantischer Sklavenhandel von den Anfängen bis zur Abolition: Wirtschaftssysteme, Widerstand und generationenübergreifende Traumata
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