Peer Gynt folgt der Odyssee eines sprunghaften Antihelden von den norwegischen Tälern über Trollreiche und die Wüste Nordafrikas bis zur späten Heimkehr, wo Knopfgießer und Solveig sein Ich messen. In lockerem, oft balladenhaftem Vers verbindet Ibsen Volksmärchen, Groteske, Satire und Allegorie und entlarvt romantische Selbstverklärung wie bürgerliche Zweckmoral. 1867 als Lesedrama entstanden und 1876 in Christiania mit Griegs Musik uraufgeführt, steht das Werk zwischen Nationalromantik und der heraufziehenden Moderne. Henrik Ibsen (1828–1906), im europäischen Exil, schrieb Peer Gynt als bewusstes Gegenstück zu Brand: Nicht asketische Strenge, sondern opportunistische Selbstrettung wird seziert. Geprägt vom familiären Abstieg, skeptisch gegenüber provinzieller Selbstzufriedenheit und nationaler Mythenbildung, nutzte er Asbjørnsen/Moes Märchen als Material und verband sie mit psychologischer Analyse. Die italienischen Jahre schärften seinen Blick auf Heimat als Konstruktion; so wurde Peer Gynt zur Versuchsanordnung über Freiheit und Verantwortung. Empfohlen für Leserinnen und Leser, die poetische Form mit intellektueller Schärfe verbinden wollen: Peer Gynt belohnt als Lektüre wie als Bühnenereignis. Die funkelnde Bildsprache, die ironische Brechung und die existenzielle Tiefenschärfe eröffnen Wege vom kulturgeschichtlichen Panorama zur persönlichen Selbstprüfung. Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar – destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.
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Peer Gynt (Zusammengefasste Ausgabe): Bereicherte Ausgabe. Ein episches Gedicht der norwegischen Literatur: traumhafte Abenteuer zwischen Realismus und Symbolismus, Identitätssuche und individueller Freiheit
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