Das Konzept eines grenzenlosen Internets ist eine geopolitische Illusion. Jedes Terabyte an internationalen Daten muss irgendwann aus dem Ozean auftauchen und physisch an einem Strand anlanden. Diese unscheinbaren, hochgesicherten Gebäude an den Küstenlinien bilden die absoluten Flaschenhälse der globalen Telekommunikation. Wer die rechtliche Kontrolle über diese Gebäude ausübt, kontrolliert den Datenverkehr ganzer Kontinente. Da transozeanische Kabel flache, geologisch stabile Küstenabschnitte benötigen, um sicher verlegt zu werden, haben einige wenige isolierte Inselstaaten und spezifische Küstenstädte eine immense, unverhältnismäßige Macht geerbt. Von Guam bis Dschibuti tobt ein diplomatischer Schattenkrieg zwischen Tech-Giganten und nationalen Geheimdiensten, um exklusive Landerechte zu sichern. Dieses Buch dekonstruiert die verborgene politische Ökonomie dieser Knotenpunkte und zeigt, wie die neokoloniale Machtverteilung des 21. Jahrhunderts nicht mehr durch Schifffahrtsrouten, sondern durch Bandbreiten-Zugänge definiert wird. Kartografieren Sie die physischen Grenzen der Cloud. Entdecken Sie, wie die Geografie weniger strategischer Strände absolute Macht über die digitalen Volkswirtschaften der modernen Welt verleiht.
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Souveräne Bandbreite: Inselstaaten und die Geopolitik der submarinen Anlandungspunkte: Geografie, Kabel, und die neokolonialen Monopole des globalen Internetzugangs
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