Was, wenn der überzeugendste Trick des Geistes die Geschichte ist, die er über Sie erzählt?
In Der erzählende Affe untersucht Steve Brandl, wie das Gehirn das Selbst konstruiert, wie diese Konstruktionen sich im Körper niederschlagen und warum selbst die beste Wissenschaft an einem Punkt auf ein Mysterium trifft, das sich nicht auf Mechanismen reduzieren lässt. Ausgehend von prädiktiver Verarbeitung, Selbstmodell, Schmerzforschung und klinischer Erfahrung zeichnet er ein Bild des Menschen, in dem Erzählung, Nervensystem und Gewebe untrennbar miteinander verwoben sind.
Dieses Buch führt von den neuronalen Grundlagen des Erlebens über Phantomschmerz, Interozeption und das Default Mode Network bis hin zur philosophischen Frage, warum sich Erfahrung überhaupt nach etwas anfühlt. Es ist eine Einladung, den "erzählenden Affen" klarer zu sehen: nicht um ihn zu besiegen, sondern um zu erkennen, wie sehr Identität, Leiden und Wirklichkeit von den Geschichten geprägt werden, die in uns erzählt werden.
Philosophisch ernsthaft, wissenschaftlich engagiert und im Körper verankert, ist Der erzählende Affe ein Buch für Leserinnen und Leser, die sich für Bewusstsein, Selbst, Heilung und die Grenze zwischen moderner Wissenschaft und alter Weisheit interessieren.