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Warum nehmen Reinheitsfragen einen verhältnismäßig geringen Stellenwert im Neuen Testament ein, wenn die Texte mehrheitlich jüdischen Ursprungs und jüdischer Prägung sind? Dieser Frage geht die vorliegende Studie nach und setzt zu ihrer Beantwortung bei einer zentralen Funktion, die Reinheit in anderen antiken jüdischen Quellen zukommt, ein: Reinheitsbestimmungen sind identitätsstiftend. Mit der Theorie der Sozialen Identität nach Henri Tajfel und John Turner untersucht Milena Hasselmann, welche Bedeutung Reinheitstexte im Neuen Testament und in anderen antikjüdischen Quellen für die Konstruktion sozialer Identität haben. Auf einer breiten Quellenbasis und unter Hinzuziehung hebräischsprachiger Literatur, die im deutsch- und englischsprachigem Wissenschaftskontext wenig rezipiert wird, entwirft sie ein aussagekräftiges Bild, das die Reinheitstexte des Neuen Testament in dessen weitere Umwelt einordnet. Sie zeigt damit, dass der neutestamentliche Umgang mit Reinheitsfragen in Kontinuität zu anderen antiken Traditionen zu sehen ist.
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Konstruktion sozialer Identität: Studien zum Reinheitsverständnis im antiken Judentum und im Neuen Testament: Studien zum Reinheitsverständnis im antiken Judentum und im Neuen Testament
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