Aperçu
Das ungewöhnlich breite und kontroverse Echo, das James Joyces Oeuvre bereits zu Lebzeiten des Autors im deutschen Sprachbereich gefunden hat, ist bislang nirgends bibliographisch vollständig erfasst, geschweige denn editorisch erschlossen und in Anthologieform bequem zugänglich gemacht worden. Diese flagrante Informationslücke schließt der vorliegende Band, indem er erstmals alle markanten einschlägigen Dokumente versammelt und damit allen Literaturinteressierten die Möglichkeit bietet, sich auf der Grundlage einer umfassenden Lektüre der Originaltexte ein fundiertes eigenes Urteil über Art und Gründe des wechselvollen Verlaufs dieses Rezeptionsprozesses zu bilden. Konkret nachvollziehbar wird so, wie sich im Wettstreit konkurrierender und weithin interdependenter Diskurse ein ebenso facetten- wie variantenreiches Joyce-Bild herauskristallisiert, das zudem nicht selten mehr vom Geist seiner Konstrukteure und ihrer Zeit zeugt als von den spezifischen Charakteristika der Joyceschen Werke. Deshalb sind die hier versammelten Materialien nicht nur für Anglisten, Germanisten und Komparatisten, sondern darüber hinaus auch für Kultur- und Zeithistoriker von generellem Interesse. Eingeleitet wird der Band durch einen konzisen Überblick über den Verlauf und die Ergebnisse dieses Meinungsbildungsprozesses sowie des maßgeblichen Forschungsstandes dazu. Diverse Appendices sowie ein ausführliches Personen-, Werk- und Sachregister bieten ergänzende Detailinformationen zu ausgewählten Sonderaspekten.
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Kritisches Erbe: Dokumente zur Rezeption von James Joyce im deutschen Sprachbereich zu Lebzeiten des Autors. Ein Lesebuch
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