Vom Boom zum Rückzug erzählt die Geschichte eines Instruments, einer Musikkultur und einer Bewegung, die einst mit erstaunlicher Wucht die amerikanische Unterhaltungskultur eroberte und sich doch ebenso deutlich wieder aus dem Zentrum zurückzog. Im Mittelpunkt steht der Aufstieg der Ukulele auf dem amerikanischen Festland, ihr Weg aus dem exotisierten Randbereich in die Musikhäuser, Unterrichtswerke und Wohnzimmer einer neuen Mittelschicht sowie die Mechanismen, die diesen Boom überhaupt erst möglich machten. Das Buch zeichnet nach, wie Verlage, Musikalienhändler, Pädagogen und Bühnenkünstler gemeinsam einen Markt schufen, der weit über ein kurzfristiges Modephänomen hinausging. Es beleuchtet die Rolle von Firmen wie Sherman, Clay & Co., die Bedeutung früher Lehrwerke, die Verbindung zur Unterhaltungsindustrie und die Frage, warum aus einem Massenphänomen später ein kultureller Rückzug wurde. Dabei geht es nicht nur um Instrumentengeschichte, sondern auch um Medien, Vermarktung, Geschmack und gesellschaftlichen Wandel. Zwischen Euphorie, Kommerz und stillem Verschwinden entsteht das Bild einer Epoche, in der die Ukulele weit mehr war als nur ein kleines Saiteninstrument: Sie war Symbol für Aufbruch, Moderne und musikalische Teilhabe, bevor sich ihr Platz in der Öffentlichkeit erneut veränderte. Ein detailreiches, quellennahes Buch über Aufstieg, Blüte und Rückzug einer Musikbewegung, deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind.
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Vom Boom zum Rückzug: Sherman, Clay & Co. zwischen Ukulele-Erfolg, Kapitalexpansion und dem Ende des alten Musikhauses
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