Vom Werk zur Baustelle: Entwicklung eines Bewertungsansatzes für CO2-Emissionen durch Materialtransporte im Bauwesen Beschreibung: Transportbedingte CO2-Emissionen stellen eine bekannte, aber oft vernachlässigte Variable in der Ökobilanz (LCA) von Gebäuden dar. Während die Emissionen der Herstellung (Modul A1-A3) intensiv diskutiert werden, mangelt es den Transportmodulen (A2/A4) in Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) oft an Transparenz und projektspezifischer Genauigkeit. Dies führt zu verzerrten Vergleichen und Greenwashing-Potenzial. Diese Bachelorarbeit schließt diese Lücke, indem sie einen praxisnahen und normenbasierten Bewertungsansatz entwickelt. Basierend auf der DIN EN ISO 14083 wurde ein Excel-Tool konzipiert, das nach dem Tonnenkilometer-Prinzip (tkm) eine transparente Bewertung der Transportemissionen ermöglicht. Anhand eines konkreten Anwendungsbeispiels & dem Tragwerksvergleich (Holzbau vs. Stahlbetonbau) von zwei Einzelhandelsimmobilien & wird die Methodik validiert. Die Analyse quantifiziert den tatsächlichen Anteil der Transporte am Gesamt-Treibhauspotenzial (GWP) und beantwortet eine zentrale Frage der Planungspraxis: Ab welcher Transportdistanz kippt der ökologische Vorteil der Holzbauweise? Die Arbeit ermittelt mittels einer Break-Even-Analyse den spezifischen "Kipp-Punkt" und zeigt, wie stark dieser von Gutschriften (Modul D) abhängt. Die in diesem Werk entwickelte Methodik bietet eine fundierte Grundlage für eine realistische und transparente CO2-Bilanzierung und richtet sich an Architekten, Planer, Projektmanager sowie Ersteller von Ökobilanzen.
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Vom Werk zur Baustelle: Entwicklung eines Bewertungsansatzes fur CO2-Emissionen durch Materialtransporte im Bauwesen
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