Die Erforschung der Alphabetisierung stellt eine der grundlegenden Fragen an eine Gesellschaft: Nur wer Druckschriften liest, kann an den schriftlichen Diskursen seiner Zeit teilhaben. Mithilfe von Seelenbeschreibungen, rund 70000 Datensätzen zur Land- und Stadtbevölkerung Zürichs 1630-1770, widerlegt die Studie das Paradigma eines illiteralen Europas vor 1800: Die Alphabetisierung begann vor der Aufklärung, im Zuge der Konfessionalisierung.
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Frühmoderne Alphabetisierung: Elementarbildung im Spiegel der Zürcher «Seelenbeschreibungen» 1630-1770
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