Alzheimer gilt als eine der großen ungelösten Herausforderungen der modernen Medizin. Trotz enormer Forschungsanstrengungen bleiben therapeutische Erfolge begrenzt. Dieses Buch zeigt: Der Kern des Problems liegt weniger im Mangel an Wissen als in der Art, wie Alzheimer verstanden wird. Wenn das Gehirn kippt entwickelt ein konsequent prozesshaftes Krankheitsverständnis. Über Jahre und Jahrzehnte gleicht es Belastungen aus, organisiert sich neu und hält seine Funktion aufrecht - bis diese Reserven erschöpft sind und ein Kipppunkt erreicht wird. Erst dann wird die Erkrankung sichtbar. Das Buch ist bewusst kein Ratgeber. Es formuliert keine einfachen Lösungen und keine Verhaltensappelle. Stattdessen eröffnet es einen neuen Denkrahmen, in dem Prävention, Therapie, Pflege zusammen mit Public Health Antworten auf einen langfristigen biologischen Prozess geben können. Ein ruhiger Epilog weitet den Blick über Alzheimer hinaus. Er zeigt, was diese Erkrankung über Leben selbst lehrt: Stabilität ist kein Besitz, sondern etwas, das immer wieder neu generiert werden muss.
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Wenn das Gehirn kippt: Warum Alzheimer früher beginnt, als wir denken - und was das über Leben verrät
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