Zur Genealogie der Moral (1887) ist eine Streitschrift in drei Abhandlungen, die die Entstehung moralischer Werte historisch-psychologisch rekonstruiert. Nietzsche entfaltet den Gegensatz von Herren- und Sklavenmoral, erklärt die Herkunft von Schuld und schlechtem Gewissen und deutet das asketische Ideal als Machttechnik. In kritischem Dialog mit den "englischen Psychologen" und gegen utilitaristische Selbstverständlichkeiten verbindet er philologische Genauigkeit mit polemischer Schärfe. Die Schrift präzisiert die Diagnosen aus Jenseits von Gut und Böse und radikalisiert sie. Nietzsche, ursprünglich klassischer Philologe in Basel, schrieb nach krankheitsbedingtem Rückzug und der Trennung von Wagner in Jahren der Einsamkeit. Seine philologische Schulung, die Auseinandersetzung mit Paul Rée und die Diagnose europäischer Dekadenz motivieren die genealogische Fragestellung. Er versteht Genealogie als Antwort auf die scheinbare Selbstverständlichkeit moralischer Urteile: nicht Was ist gut?, sondern wie und wozu wurde etwas "gut" genannt? Dieses Buch empfiehlt sich allen, die die Tiefenschichten moralischer Begriffe verstehen wollen und intellektuelle Zumutungen nicht scheuen. Für Philosophie, Theologie und Kulturwissenschaften bietet es ein präzises Instrumentarium – keine Trostethik, sondern eine unerbittliche Diagnose unserer Wertungen. Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar – destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.
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Zur Genealogie der Moral (Zusammengefasste Ausgabe): Bereicherte Ausgabe. Genealogische Analyse von Herren- und Sklavenmoral, Schuld und schlechtem Gewissen, Ressentiment und asketischem Ideal
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